Letzte Unterrichtsstunde

Hallo!

Nach langem melde ich mich wieder mal.
Alles geht dem sicheren Ende zu. Da gibt es ein lachendes Auge, aber auch ein weinendes Auge. Meine Zeit war echt toll und es gäbe noch so viel zum Anpacken und machen. Jetzt wo man richtig eingelebt ist, alle kennt, weiß wies hier läuft kommt die Zeit wo man ans Heimfliegen denken muss, nichts neues mehr anfangen kann sondern mit aller Kraft versuchen muss die angefangenen Sachen noch zu einem Ende zu bringen.

Unglücklicherweise bin ich letzte Woche an Malaria erkrankt, die hat sich nochmal von mir verabschieden wollen, hab ich das Gefühl. War ziemlich heftig, mittlerweile gehts mir aber gut.
Trotzdem hat die Malaria meinen Zeitplan ein bisschen durcheinandergeschüttelt, sodass ich noch immer meine Exam Papers nicht fertig habe.

Letztes Wochenende hatten wir eine Farewellparty organisiert und alle, die mit uns gearbeitet haben eingeladen. Es waren etwas mehr als 100 Leute da, trotz regen, was uns sehr überascht hat.
Zum Essen gab es Spanferkel und gegrilltes Schaf, dazu selbstgebrautes Hirsebier etc. War eine tolle Party!

Jetzt grad sitze ich und bereite meine letzte Unterrichtsstunde vor, ich kanns noch gar nicht recht glauben..

Morgen beginnen die Exams, die dauern dann bis ende Juli, dann kommt noch meine Cousine mit Family auf Besuch, dann kommen die Neuen Volos die einen Crashkurs von uns bekommen und am 25. August startet der Flieger in Accra. Das gute Monat bis dahinn ist noch vollgepackt mit Dingen, die erledigt gehören, Meetings, Reisen etc…..

Dann, bis bald!

Lukas

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Project Hardware Lab II

Hallo!

Seit dem letzten Artikel (die beiden Berichte mal ausgenommen) hat sich jede Menge getan. Nach meiner Reise in den Norden waren im DBTI die Trimester Prüfungen, gefolgt von den Trimester Ferien. Diesmal schnitten meine Schüler wesentlich besser bei den Prüfungen ab! Zufrieden mit den Prüfungen gönnte ich mir eine kurze Aus-Zeit am Strand. Gemeinsam mit Stefan und seiner Familie war ich eine knappe Woche in Busua Beach. Eine herrliche Zeit! Sonnen, gut essen, Surfen, mit den Wellen spielen und einfach die Gedanken baumeln lassen.

pictures will follow

Meine Leiden mit dem Elektriker

Der Elektriker war mittlerweile fertig mit der elektrischen Verkabelung der Tische. Leider hat er, wie viele Ghanaen keine Eigeninitiative, man muss ihm alles 10 mal sagen bis etwas passiert und am Ende ist das Ergebnis immer noch Schlampig. Aus Sicherheitsgründen wollte ich einen FI- Schutzschalter haben. Die sind in Ghana so gut wie nicht erhältlich, deshalb hat Stefans Mutter einen aus Österreich mitgenommen. Der Elektriker montierte ihn, später bin ich draufgekommen, dass die Erdung nicht funktioniert, weshalb der FI- Schutzschalter für die Katz ist. Eines der angeschlossenen Geräte hat einen Gehäuseschluss, durch den PE Leiter sind alle Geräte unter Spannung. Das ist aber keine Seltenheit. Selbiges ist im Computerraum. Deshalb geh ich auch nie Barfuss. 😉 In der Farm gab es mal so einen starken Erdschluss, dass dieser 50% der Stromrechnung der Gesamten Schule ausmachte!

Nach vielem gut- zureden hat er letztendlich auch (zumindest die meisten) Kabelschächte für die Netzwerkkabel montiert. – leider zu hoch, sodass der Tisch sich nicht ganz an die Wand schieben lies. Da ich schon genug von seiner leider schlampigen Arbeit hatte, schnappte ich mir einen Schüler und montierte die Schächte neu. Aus, Basta.

Netzwerkverkabelung

Nach langem Warten, bekamen wir endlich eine Rolle UTP Cat5e Netzwerkkabel. So startete ich mit meinen Zweitklässlern, die schon etwas darüber gelernt haben, die Kabel zu ziehen, am Patch Panel zu terminieren und auf der anderen Seite in einer Steckdose die auf allen Tischen montiert ist.

Den Schülern hat´s gut gefallen, den meisten traue ich es zu dass sie es jetzt selber können.

Das Patch Panel war nicht mehr neu und kein Qualitätsprodukt, deshalb hatten wir anfangs Probleme mit schlechter und unzuverlässiger Verbindung. Grund waren verbogene Pins.

Mittlerweile funktioniert das Netzwerk einwandfrei, über dem Patch Panel hängt ein Switch, der alle Computer verbindet.

Was noch fehlt?

Es fehlen jetzt noch Kleinigkeiten, die Wichtigste davon ist die Netzwerkanbindung ans Schulnetzwerk und somit ans Internet. Diese werde ich demnächst fertigstellen. Cool wär noch ein Beamer. Dann fehlen noch einige Computer, momentan sind es 12. Dann noch Sicherheitsfeatures, wie Erste Hilfe Koffer, Feuerlöscher.

Abschließend muss ich sagen, die Zusammenarbeit mit meine Lehrerkollegen hat nicht funktioniert, die zugesagte Unterstützung kam nicht an. Mit dem Projekt hatte ich auch viele Niederlagen und durch die vielen Verzögerungen läuft mir jetzt die Zeit davon, trotzdem bin ich stolz was ich schlussendlich erreicht habe.

Das Hardware Lab ist jetzt wunderschön, man kann super Unterrichten und die Dinge funktionieren. Das Konzept ist voll aufgegangen.

Was kommt als nächstes

Naja, Kleinigkeiten gibt’s ja noch zu tun im Lab.

Abgesehen davon, möchte ich noch den neuen Schulserver, Inbetriebnahmen. Vor etwa einem halben Jahr hat die Firma Lobmaier Datentechnik dankenswerterweise wichtige Ersatzteile gespendet. Jedoch wurden benötigte UPS Batterien von der Schule bis jetzt noch nicht zur Verfügung gestellt, weshalb das Projekt bis dahin auf Eis liegt, wie man so schön sagt.. 😉

Aber das Wichtigste ist für mich momentan das Unterrichten. Die reguläre Unterrichtszeit ist verdammt knapp, nur mehr sieben Wochen bis zu den Ferien. Deshalb hab ich angefangen, Extra Classes zu veranstalten und mich zu allen möglichen Zeiten für die Schüler verfügbar zu machen.

Die letzten Monate werden noch eine stressige Zeit, trotzdem freu ich mich drauf. Am 25. August geht der Flieger heimwärts, am 26. August um Mittag lande ich in Wien.

Daheim wird alles sehr schnell gehen müssen. Wilkommensfeiern, Arztbesuche, Uni- Anmeldung etc. Das kann ich mir alles noch gar nicht vorstellen, bin gespannt wie das wird.

Ich freu mich schon auf zu Hause!

Grüße aus Ghana in die ganze Welt!

 

Lukas

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Pressebericht Mai

Im August 2012 hat für mich eine lange Reise begonnen. Seitdem bin ich in Ghana und mache hier meinen Zivildienst. Ich arbeite zusammen mit drei anderen Österreichern und einer Deutschen in einem Projekt der Salesianer Don Boscos. Das Projekt liegt in Sunyani, einer Stadt ca. 300km nord-westlich der Hauptstadt Accra.

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Das Land, das Projekt und meine Arbeit

ein Auszug aus meinem 2. Bericht an das BMI

Inhalt:

1       Zum Einsatzland. 
1.1         Vorwort. 
1.2         Politisch. 
1.3         Wirtschaftlich. 
1.4         Sozial 
1.5         Umwelt. 
2       Gesamtdarstellung des Projektes. 
2.1         Pfarre. 
2.2         Oratorium. 
2.3         Boys Home. 
2.4         Noviziat. 
2.5         DBTI (Don Bosco Technical Institute).
2.6         Hostels. 
3       Aufgabenbeschreibung. 
3.1         Unterricht. 
3.2         Wartung Volontärs Haus. 
3.3         Wartung Hardware-Lab. 
3.4         Schulserver. 
3.5         Funkverbindung Noviziat – Schule. 
3.6         Ausarbeitung Prüfungsfragen GES Computer Technology. 
3.7         Internetverbindung Schule. 
4       Dienstliche Tätigkeiten während des Berichtszeitraumes. 
5       Zeitliche Inanspruchnahme durch den Dienst.

 

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Reise in den Norden – Das andere Ghana

Im oberen Norden ist das Land karg, staubig und trocken. Die Landschaft ähnelt einer Buschsavanne. Die Straßen sind schnurstracks gerade und schwere, überladene Lastwägen transportieren Importgüter in den Norden und besonders nach Burkina Faso. Die Nächte sind unerträglich heiß, am Tag hat es im Schatten um die 40°C. Die Menschen, Großteils Muslime sind extrem bescheiden und freundlich. Ihre Dörfer sind Großteils ohne Strom, Fließendes Wasser, Handynetz oder Verkehrsanbindung. Die Baustile sind sehr unterschiedlich und an das lokale Klima angepasst, die Sprachen haben hier die größte Vielfalt.

Doch bevor ich ins Detail gehe, möchte ich erst erklären wie es dazu kam und wer aller mit von der Partie war:

Mein Kollege, Michael Strasser hatte Besuch von Freunden, mit denen er auch den Norden bereiste. Da kamen mir die Osterferien ganz gelegen und glücklicherweise legte sich auch meine Verkühlung wieder, sodass ich mitfahren konnte.

Die Crew setzte sich zusammen aus unseren Gästen Sarah, Kathi und Christoph; Michi dem Reiseorganisator; Tunde als einheimischer Begleiter und mir als.. – naja etwas von allem. 😉

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Ein arbeitsreicher (Sonn)Tag

Akwaaba!

Nach einer längeren Pause melde ich mich wieder mal.

In der Schule läuft alles OK, das Projekt im Hardware Lab kommt voran, wenn auch nur langsam, und die Ferien sind in greifbarer Nähe.

Heute haben wir den freien Sonntag genützt, um im, und rund ums Haus etwas weiterzubringen. Mit Stolz kann ich sagen dass echt was weitergegangen ist heute. Unglücklicherweise waren wir so in unsere Arbeit vertieft, dass ich euch jetzt keine Fotos liefern kann.

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Inflation

Am Sonntag vorletzte Woche hat Die Regierung die Treibstoffsubventionen drastisch gekürzt. Dadurch sind die Treibstoffpreise auf einen Schlag um 20% und die Preise für Flüssiggas um 50% gestiegen! Diese drastische Preiserhöhung schlug sich sofort auf Lebensmittel, Transporte und andere Produkte nieder. Auf der anderen Seite lebt der Großteil der Ghanaen in informellen, schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen, wo von Lohnerhöhung keine Rede ist.

Die Kürzung der Subventionen wird mit dem Versuch, das Budgetdefizit zu senken, gerechtfertigt. Die Entscheidung fiel kurz nachdem die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit Ghanas auf „Schlecht“ runtergestuft hatte.

Es ist nicht das Erste Mal, dass die Treibstoffpreise teurer werden. Ghana hat zwar seit kurzem eigene Ölvorkommen, jedoch wird für die Raffinerie immer noch Rohöl aus dem Ausland gekauft, da die Raffinerie das eigene Öl nicht verarbeiten kann. Öl wird in Dollar gehandelt, der Ghana Cedi verlor im Vergleich zum Dollar kräftig, er ist die drittschwächste Währung in Afrika. Ghana ist aber unglaublich abhängig von Importen aus dem Ausland, vor allem, wenn es um industrielle- und Technologie Produkte geht.

Das ist eine unglaubliche Entwicklungsbremse. Gemessen an der Kaufkraft sind hier Computer etwa 10- mal so teuer als in Europa, der Preis ist etwa derselbe.

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Bushfire

Feuer ist was Schönes. – Aber auch gefährlich.

Um ein Maisfeld anzupflanzen, haben wir in den letzten Monaten begonnen, das Gebüsch umzuhacken. Um das ganze Zeug wegzubringen, ist es das einfachste, es abzufackeln. Nachdem es in den letzten Tagen regnete haben die Pflanzen wieder Saft und verbrennen nicht, während das abgehackte zeug schon wieder staubtrocken ist. Das gibt ein schönes Feuer, das von selbst wieder aufhört zu brennen.

Demnächst werden wir uns um Saatgut umsehen und pflanzen 😉

Bis Bald!

Lukas

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Project Hardware Lab

Hallo!

Es gibt jede Menge zu tun! Jede Menge Herausforderungen, Niederlagen aber auch Erfolge.

Aktuell arbeite ich mit voller Kraft an der Fertigstellung des so genannten Hardware Labs.

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Dry Season

Es regnet, es regnet, es regnet NIIICHT!!! – Naja, stimmt ned ganz, vor einem Monat regnete es Asche. Heute fielen bereits die ersten Vorboten der Rain- Season vom Himmel.

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