Monatsarchiv: Juni 2013

Project Hardware Lab II

Hallo!

Seit dem letzten Artikel (die beiden Berichte mal ausgenommen) hat sich jede Menge getan. Nach meiner Reise in den Norden waren im DBTI die Trimester Prüfungen, gefolgt von den Trimester Ferien. Diesmal schnitten meine Schüler wesentlich besser bei den Prüfungen ab! Zufrieden mit den Prüfungen gönnte ich mir eine kurze Aus-Zeit am Strand. Gemeinsam mit Stefan und seiner Familie war ich eine knappe Woche in Busua Beach. Eine herrliche Zeit! Sonnen, gut essen, Surfen, mit den Wellen spielen und einfach die Gedanken baumeln lassen.

pictures will follow

Meine Leiden mit dem Elektriker

Der Elektriker war mittlerweile fertig mit der elektrischen Verkabelung der Tische. Leider hat er, wie viele Ghanaen keine Eigeninitiative, man muss ihm alles 10 mal sagen bis etwas passiert und am Ende ist das Ergebnis immer noch Schlampig. Aus Sicherheitsgründen wollte ich einen FI- Schutzschalter haben. Die sind in Ghana so gut wie nicht erhältlich, deshalb hat Stefans Mutter einen aus Österreich mitgenommen. Der Elektriker montierte ihn, später bin ich draufgekommen, dass die Erdung nicht funktioniert, weshalb der FI- Schutzschalter für die Katz ist. Eines der angeschlossenen Geräte hat einen Gehäuseschluss, durch den PE Leiter sind alle Geräte unter Spannung. Das ist aber keine Seltenheit. Selbiges ist im Computerraum. Deshalb geh ich auch nie Barfuss. 😉 In der Farm gab es mal so einen starken Erdschluss, dass dieser 50% der Stromrechnung der Gesamten Schule ausmachte!

Nach vielem gut- zureden hat er letztendlich auch (zumindest die meisten) Kabelschächte für die Netzwerkkabel montiert. – leider zu hoch, sodass der Tisch sich nicht ganz an die Wand schieben lies. Da ich schon genug von seiner leider schlampigen Arbeit hatte, schnappte ich mir einen Schüler und montierte die Schächte neu. Aus, Basta.

Netzwerkverkabelung

Nach langem Warten, bekamen wir endlich eine Rolle UTP Cat5e Netzwerkkabel. So startete ich mit meinen Zweitklässlern, die schon etwas darüber gelernt haben, die Kabel zu ziehen, am Patch Panel zu terminieren und auf der anderen Seite in einer Steckdose die auf allen Tischen montiert ist.

Den Schülern hat´s gut gefallen, den meisten traue ich es zu dass sie es jetzt selber können.

Das Patch Panel war nicht mehr neu und kein Qualitätsprodukt, deshalb hatten wir anfangs Probleme mit schlechter und unzuverlässiger Verbindung. Grund waren verbogene Pins.

Mittlerweile funktioniert das Netzwerk einwandfrei, über dem Patch Panel hängt ein Switch, der alle Computer verbindet.

Was noch fehlt?

Es fehlen jetzt noch Kleinigkeiten, die Wichtigste davon ist die Netzwerkanbindung ans Schulnetzwerk und somit ans Internet. Diese werde ich demnächst fertigstellen. Cool wär noch ein Beamer. Dann fehlen noch einige Computer, momentan sind es 12. Dann noch Sicherheitsfeatures, wie Erste Hilfe Koffer, Feuerlöscher.

Abschließend muss ich sagen, die Zusammenarbeit mit meine Lehrerkollegen hat nicht funktioniert, die zugesagte Unterstützung kam nicht an. Mit dem Projekt hatte ich auch viele Niederlagen und durch die vielen Verzögerungen läuft mir jetzt die Zeit davon, trotzdem bin ich stolz was ich schlussendlich erreicht habe.

Das Hardware Lab ist jetzt wunderschön, man kann super Unterrichten und die Dinge funktionieren. Das Konzept ist voll aufgegangen.

Was kommt als nächstes

Naja, Kleinigkeiten gibt’s ja noch zu tun im Lab.

Abgesehen davon, möchte ich noch den neuen Schulserver, Inbetriebnahmen. Vor etwa einem halben Jahr hat die Firma Lobmaier Datentechnik dankenswerterweise wichtige Ersatzteile gespendet. Jedoch wurden benötigte UPS Batterien von der Schule bis jetzt noch nicht zur Verfügung gestellt, weshalb das Projekt bis dahin auf Eis liegt, wie man so schön sagt.. 😉

Aber das Wichtigste ist für mich momentan das Unterrichten. Die reguläre Unterrichtszeit ist verdammt knapp, nur mehr sieben Wochen bis zu den Ferien. Deshalb hab ich angefangen, Extra Classes zu veranstalten und mich zu allen möglichen Zeiten für die Schüler verfügbar zu machen.

Die letzten Monate werden noch eine stressige Zeit, trotzdem freu ich mich drauf. Am 25. August geht der Flieger heimwärts, am 26. August um Mittag lande ich in Wien.

Daheim wird alles sehr schnell gehen müssen. Wilkommensfeiern, Arztbesuche, Uni- Anmeldung etc. Das kann ich mir alles noch gar nicht vorstellen, bin gespannt wie das wird.

Ich freu mich schon auf zu Hause!

Grüße aus Ghana in die ganze Welt!

 

Lukas

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