Pressebericht Mai

Im August 2012 hat für mich eine lange Reise begonnen. Seitdem bin ich in Ghana und mache hier meinen Zivildienst. Ich arbeite zusammen mit drei anderen Österreichern und einer Deutschen in einem Projekt der Salesianer Don Boscos. Das Projekt liegt in Sunyani, einer Stadt ca. 300km nord-westlich der Hauptstadt Accra.

Meine Hauptaufgabe ist der Unterricht in der Computertechnik- Abteilung (kurz: CT) des „Don Bosco Technical Institute“. Meine Schüler kommen aus verschiedenen Teilen des Landes, vereinzelt auch aus Nachbarländern. Das liegt daran, dass die Schule etwas Einzigartiges hat. Neben Allgemeinbildung und Theorie wird ein hoher Wert auf praktisches Fachwissen gelegt. Ziel ist es, die Schüler sowohl auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, als auch ihnen die Möglichkeit offenzulassen, nach dem Abschluss weiter zu studieren. Wir versuchen, den Schülern ein möglichst breites Wissen mitzugeben. Das reicht im Fall der CT- Schüler von Themen wie Hardware, Betriebssystem, Netzwerktechnik und Server bis hin zu Grundlagenwissen in Elektronik, Programmieren und Technischem Zeichnen.

Dabei wird versucht, durch niedrige Schulgebühren und ein Stipendienprogramm besonders jene zu erreichen, die sich eine derartige Ausbildung sonst nicht leisten können.

Ich unterrichte die erste Klasse in den Fächern Elektronik und Programmieren und die zweite Klasse in Elektronik, Programmieren und Netzwerktechnik. Als Lehrer ist mein Lieblingsfach Netzwerktechnik, wohl weil ich in diesem Fach 8 Wochenstunden zur Verfügung habe. Ich bin gerade dabei, mit den Schülern das Computertechnik- Labor neu anzuordnen und zu verkabeln. Der Raum wird für Elektronik, Hardware, Betriebssystem- und Netzwerktechnik- Unterricht verwendet. Durch die Umgestaltung werden die praktischen Einheiten besser und effizienter.

Neben dem regulären Unterricht gebe ich meinen Schülern Nachhilfe und biete zusätzliche Unterrichtseinheiten an. In meiner Freizeit unterstütze ich den Netzwerk- Administrator bei der Wartung des Schulnetzwerkes. So haben wir vor kurzem die Schule an ein Breitbandinternet angeschlossen.

Rückblickend auf die vergangenen neun Monate kann ich sagen, ich habe meine Entscheidung kein einziges Mal bereut. Beinahe jeder Tag birgt eine neue Herausforderung. Das Unterrichten ist eine schöne, wenn auch oft anstrengende Aufgabe und in den Ferien hatte ich die Gelegenheit, etwas in dem wunderbaren Land herumzureisen. Von abgelegenen Dörfern im kargen Norden über Elefanten, Antilopen und Affen bis hin zu den wunderbaren Sandstränden an der Küste hab ich viel gesehen.

Die verbleibenden drei Monate werden wohl etwas zu schnell vergehen. In den sechs Wochen, die noch zum Unterrichten bleiben, habe ich noch jede Menge geplant. Das Leben in Ghana, an das ich mich mittlerweile gewohnt habe, wird mir sicherlich fehlen. Andererseits freu ich mich auch schon wieder auf zu Hause, die Familie, meine Freunde, Schweinsbraten und Innviertler Knödel.

Lukas Rachbauer
Don Bosco Technical Institute
P.O. Box 1679
Sunyani
Ghana-Westafrika
l.rachbauer@inext.at
https://lukasinghana.wordpress.com
+233 50 905 3623

(c) Lukas Rachbauer
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